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Kamerastationen

Einweihung der Sternchenstunde

Am 24. Oktober 2006 fand im Rahmen einer Pressekonferenz die offizielle Eröffnung der „Sternchenstunde“ in der Klinik für Neonatologie der Berliner Charité, Standort Mitte, statt. Es ist sicher ein gutes Zeichen, daß die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg Frau Dagmar Reim, die Schirmherrschaft über dieses „Fernseh-Projekt“ übernahm. Selbst Mutter eines frühgeborenen Kindes, hob sie in ihrer Rede hervor, daß sie seiner Zeit gerne eine solche „Sternchenstunde“ in Anspruch genommen hätte. Und vielleicht wäre ihr Kind dann auch früher als erwartet nach Hause gekommen. Nach einer amerikanischen Untersuchung aus dem Jahre 2000 kann sich der Krankenhausaufenthalt von Kindern mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1000 g, durch solche zusätzlichen Kontaktmöglichkeiten zum Kind und zur Intensivtherapiestation über das Internet um etwa zwei Wochen verkürzen! (Photo: Klinik für Neonatologie (CCM) von links: Herr Georg Ehrmann, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des Deutsche Kinderhilfe Direkt e.V.; Herr Prof. Dr. Roland Wauer, ehm. Direktor der Klinik für Neonatologie (CCM); Frau Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg RBB; Herr Werner Hanisch, Arcor AG & Co. KG, Regionalleiter Region Ost. Zum Vergrößern auf Photo klicken!)

Technische Realisierung

An den Pflegeplätzen der Kinder, deren Eltern eine „Sternchenstunde“ wünschen, können Kameras befestigt werden. Sie senden Aufnahmen vom Kind in das Internet, so daß die Eltern ihre Tochter oder ihren Sohn am Computer zu Hause am PC oder Laptop, anschauen können. Durch Einsatz hochwertiger Technik kann neben einer guten Übertragungsqualität auch den Bedürfnissen nach Sicherheit und Datenschutz entsprochen werden. Über verschlüsselte Internetverbindungen können Eltern ausschließlich ihr eigenes Kind beobachten.
PD Dr. Reichert - Projektleiter der Sternchenstunde

Unsere Philosophie

Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde und Bekannte erhalten durch die „Sternchenstunde“ die Möglichkeit, das neue Familienmitglied bereits vor seiner Entlassung nach Hause, über das Internet näher kennen zu lernen. Einen „Gute-Nacht-Gruß“ am Abend nach dem Besuch am Tage wird möglich und bezieht das Kind bereits zeitig in den familiären Alltag ein. Nach komplizierten Entbindungen kann auch die intensivmedizinische Versorgung der Mutter notwendig sein. Sie und ihr Kind liegen dann zwar im gleichen Krankenhaus, können sich in der Regel aber erst nach Tagen das erste Mal sehen. Die „Sternchenstunde“ kann auch den Weg zwischen den Stationen überbrücken helfen.
© 13-10-2010 Charité - Universitätsmedizin Berlin
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